Scheidenpilz Symptome, Ursachen und Behandlung

Pilzinfektionen loswerden

Der Befall mit Scheidenpilz ist in der gynäkologischen Praxis durchaus keine seltene Diagnose. Die Scheidenpilz Erkrankung kann akut oder auch chronisch verlaufen und zeichnet sich durch vielgestaltige Symptome aus. In der Scheide der Frau herrscht ein ganz bestimmtes Milieu vor, dass die Ausbreitung einer Pilzinfektion begünstigen kann. Durch das feuchte Umfeld und die Körpertemperatur in Höhe von 37° fühlen sich krankmachende Pilze besonders wohl, was in der Folge zu deren Vermehrung und zum Entstehen einer Pilzinfektion führen kann. In der Medizin werden grundsätzlich drei Arten von krankmachenden Pilzen unterschieden, so genannte Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze. Dem Scheidenpilz liegt in der ganz überwiegenden Zahl der Fälle eine Infektion mit einem bestimmten Hefepilz, Candida albicans, zu Grunde.

Scheidenpilz Symptome auch in der Schwangerschaft rechtzeitig erkennen und behandeln

Die Behandlung einer Pilzinfektion im Vaginalbereich richtet sich stets nach dem krankheitsverursachenden Keim. Verschiedene Bakterien und Keime gehören zur Normalflora der weiblichen Scheide und stehen in einem ausgewogenen Gleichgewicht zueinander. Die Scheidenpilz Erreger sind also von vorneherein an Ort und Stelle vorhanden, führen aber in der Regel nicht zu einer Pilzinfektion. Erst durch so genannte Verschiebungen innerhalb dieses sauren Milieus können sich krankhafte Pilze ausbreiten und zu einer Pilzinfektion führen. Störungen im Hormonhaushalt, beispielsweise in der Schwangerschaft können daher als eine der Ursachen für eine Infektion mit dem Vaginalpilz infrage kommen. Auch wenn mehrere Pilzarten für die Entstehung einer Pilzinfektion als Ursachen infrage kommen, so sind die Symptome doch ähnlich. Ein wesentlicher mikrobieller Bestandteil der gesunden Scheidenflora sind so genannte Milchsäurebakterien.

Die Behandlung ist auch in der Schwangerschaft ursachenbezogen

Wenn sich ein Vaginalpilz aufgrund einer Milieuverschiebung bei einer Hormonstörung oder in der Schwangerschaft ungehindert ausbreitet, so werden diese Milchsäurebakterien vom Scheidenpilz weitgehend verdrängt. Jetzt ist eine zügige Behandlung mit einem geeigneten Antimykotikum erforderlich, um die gesunde Normalflora schnellstmöglich wiederherzustellen und die Pilzinfektion mit dem Vaginalpilz bald zu überwinden. Die erforderlichen Antipilzmittel sind verschreibungspflichtig und können daher nur durch einen Gynäkologen oder einen anderen Arzt verordnet werden. Der normale pH-Wert innerhalb der Scheidenflora ist mit nur 4,5 auf jeden Fall im sauren Bereich. Normalerweise können sich Bakterien und Pilze in einem sauren Milieu nur schlecht vermehren. Es muss also krankheitsbedingt immer erst zu einer Verschiebung dieses Milieus kommen, damit der Vaginalpilz sich ungestört vermehren und zu einer Pilzinfektionen führen kann.

Vaginalpilz Symptome werden durch das Vorliegen von Grunderkrankungen begünstigt

Auch allgemeine Erkrankungen, die ein reduziertes Immunsystem zur Folge haben, können als auslösende Ursachen für eine Vaginalpilz Infektion infrage kommen. Aufgrund der Vielzahl infrage kommender Ursachen für eine Infektion mit dem Scheidenpilz ist die Diagnostik in den meisten Fällen recht aufwändig. Diabetes oder Krebs als Grunderkrankung, aber auch die Einnahme der Antibabypille, andere Hormonstörungen oder die ungezielte Einnahme von Antibiotika können als Ursachen für eine Pilzinfektion des Vaginalbereiches infrage kommen.

Es ist ebenfalls bekannt, dass die Einnahme von Cortisonpräparaten oder Chemotherapie das Immunsystem des weiblichen Organismus derart reduziert, dass Symptome einer Infektion mit dem Vaginalpilz auftreten können. Eine oft gut gemeinte aber dennoch übertriebene Körperhygiene wird immer noch als eine der Ursachen für die Entstehung von Scheidenpilz unterschätzt. Als Maßnahme zur Behandlung sollte in diesem Fall von übermäßiger Körperhygiene in Form von Scheidensspülungen oder der Verwendung von Intimsprays abgesehen werden.

Die Vaginalpilz Behandlung sollte nicht nur in der Schwangerschaft ganzheitlich sein

Sobald sich in der Folge die Scheidenflora wieder regeneriert hat, kann auch die Infektion mit dem Vaginalpilz in der Regel schnell überwunden werden. Synthetische Unterwäsche oder eng anliegende Kleidung sind als Ursachen für eine Pilzinfektion im Vaginalbereich ebenfalls nicht zu unterschätzen. Die Behandlung wäre auch in diesem Falle durch die Auswahl geeigneter Kleidung recht einfach. Ganzheitlich betrachtet müssen auch die Ernährung oder psychische Belastungen wie Hektik und Stress als Ursachen einer Scheidenpilz Infektion in Betracht gezogen werden.

Selbstverständlich stellt auch die Schwangerschaft einen Stressfaktor dar und begünstigt durch die hormonellen Verschiebungen Symptome einer Infektion mit Vaginalpilz. Die Übertragung einer Pilzinfektion erfolgt durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, auch während einer Schwangerschaft. Durch gemeinsam genutzte Toilettenartikel oder Handtücher kann der Scheidenpilz ebenfalls übertragen werden. Wird die Hygiene sträflich vernachlässigt, so kann dies eine Pilzinfektion nicht nur in der Schwangerschaft, durchaus begünstigen.

Die Behandlung erfolgt durch verschreibungspflichtige Antimykotika

Frauen sollten beachten, dass ein Vaginalpilz nicht immer zwingend Symptome verursachen muss. In den allermeisten Fällen liegen jedoch typische Symptome wie brennende Schmerzen oder unangenehm riechender Ausfluss vor. Brennen beim Wasserlassen sowie Rötungen und Schwellungen im Intimbereich können weitere charakteristische Symptome sein. Von Frau zu Frau können allerdings nicht nur die Ursachen, sondern gerade auch die Symptome in ihrer Stärke erheblich variieren.

Das macht die Diagnose und die Einleitung einer gezielten Behandlung oftmals nicht einfach. In der Schwangerschaft ist eine besondere Behandlung erforderlich, um das Kindeswohl nicht zu gefährden. Die Diagnose wird zumeist in der frauenärztlichen Praxis anhand eines vaginalen Abstriches gestellt. Die Behandlung mit einem speziellen Antipilzmittel richtet sich stets nach den zu Grunde liegenden Vaginalpilz. Um eine Infektion mit dem Scheidenpilz zukünftig zu verhindern, sollten auch prophylaktische Maßnahmen, wie beispielsweise das Verwenden von Kondomen, besprochen werden.

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