Mundsoor Ursachen und Behandlung

Pilzinfektionen loswerden

Mit einem Brennen im Mundraum in Verbindung mit einem weiß-gelben Belag sowie Rötungen und Wundflächen sollten Sie schnellstmöglich ihren Arzt konsultieren. Die Anzeichen sind typisch für eine Mundsoor Infektion. Mundsoor ist eine ansteckende Pilzinfektion der Candidapilze. Warten Sie mit einer Untersuchung und Behandlung zu lange, kann sich die Infektion ausbreiten.

Die Mundsoor Infektion

Mundsoor ist eine Infektion, die durch Candida Pilze ausgelöst wird. Candida gehört der Hefe Gattung an und ruft Pilzinfektionen bei Warmblütern wie dem Menschen hervor. Allgemein werden Pilzinfektionen die der Gattung Candida angehören als Kandiose bezeichnet. Der am häufigsten auftretende Pilz ist der Candida Albicans. Tritt die Kandiose nur auf der Haut und den Schleimhäuten auf, wird die Erkrankung „Soor“ genannt. Der Begriff „Soor“ entstammt dem altdeutschen Wort „sohren“, das soviel heißt, wie „Wund machen“.

Die Kandiose Mundsoor tritt dabei im Mund auf der Zunge, auf den Mundschleimhäuten, in der Mundhöhle sowie dem Rachenraum auf. Mundsoor kann in Abhängigkeit der Ausprägung in die verschiedenen Arten „akute pseudomembranöse Candidiasis“, „akute erythematöse Candidiasis“, „chronische atrophische Candidiasis“, „chronische hyperplastische Candidiasis“ oder auch „chronische mukokutane und granulomatöse Candidiasis“ (im Fall von Immundefekten) gegliedert werden. Der häufigste Fall ist jedoch die „akute pseudomembranöse Candidiasis“.

Mundsoor Ursachen

Soor im Mund und Rachenraum wird durch eine Art aus der Gattung der Hefepilze Candida ausgelöst. Diese Art der Infektion tritt in ihrer Eigenschaft als opportunistische Infektion auf, das heißt, sie wird durch Erreger verursacht. Durch die Verbindung mit örtlichen und systemischen Faktoren machen sich die Erreger die unterschiedlichsten Umstände zunutze um sich zu entfalten. Anfällig für Mundsoor sind zum Beispiel ältere Menschen und Säuglinge. Auch kann ein beeinträchtigtes und geschwächtes Immunsystem sowie Erkrankungen die Ursache sein. Dazu gehören zum Beispiel Krebs, Leukämie, Diabetes, HIV-Infektionen, Hormonveränderungen und auch Nährstoffmangel. Besonders die Kandiose Ausprägungen erythematöse Candidiasis sowie die chronische atrophische Candidiasis können durch Zahnprothesen ausgelöst werden.

Auch die Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika, Zytostatika, Cortisonsprays, Immunsuppressiva und Antidepressiva, die zu Mundtrockenheiten führt, können eine Mundsoor Infektion auslösen. Ernährungsmangel, eine falsche und nährstoffarme Ernährung sowie eine kohlenhydratüppige Ernährung sorgen durch Mangelerscheinungen an lebenswichtigen Stoffen und Belastungen für eine Angriffsfläche der Pilzinfektion. Mundsoor ist zudem auch ansteckend. Die virulenten Erreger können zum Beispiel durch Küssen oder auch durch das Mitbenutzen von Geschirr wie Gläser oder Tassen sowie Besteck einer infizierten anderen Person übertragen werden.

Mundsoor Behandlung

Infektionen durch Pilzorganismen wie Candida sind normalerweise nicht fähig, die Abwehrmechanismen und die Immunabwehr des menschlichen Organismus vollkommen zu durchdringen beziehungsweise zu überwinden. Mundsoor wird medikamentös in der Regel mit Antimykotika behandelt. Lokale Polyne sowie Azol- Antimykotika werden besonders bei leichten und unkomplizierten Mundsoor Infektionen angewandt. Systemische Azol- Antimykotika werden im Verdauungstrakt absorbiert und wirken von innen gegen die Infektion.

Desinfektionsmittel wie spezielle Mundspülungen, Lutschtabletten und Sprays können ebenfalls gegen einen Mundsoor Infektion wirken. Sie werden lokal im Mund und Rachenraum verwendet. Vorbeugend sollte der Mundraum regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden. Besonders bei Zahnprotesen. Auch auf die Hygiene der Reinigungsinstrumente wie Zahnbürsten ist zu achten. Schwangere Frauen sollten im Fall von Scheidenpilz diesen behandeln, damit bei der Geburt eine Ansiedelung von Candidapilzen bei dem Neugeborenen verhindert werden kann.

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