Candida Diät und Darmfloraaufbau

Eine gestörte Darmflora kann sowohl Ursache eines Hefepilzbefalls sein, als auch eine Folge der medikamentösen Behandlung von Pilzerkrankungen. So werden durch die Einnahme von Antipilzmitteln nicht nur die unerwünschten Candida Hefepilze, sondern auch hilfreiche Darmbakterien abgetötet. Auch die Einnahme von Antibiotika kann die empfindliche Darmflora durcheinanderbringen und so das Immunsystem schwächen.

Aufbaukur mit Milchsäurebakterien gegen Candida

Eine Aufbaukur mit Milchsäurebakterien hilft hier dabei, das natürliche Gleichgewicht im Darm wieder herzustellen. Die Bakterien können dem Körper in hoch dosierter Form über Tabletten zugeführt werden. Der Bedarf kann grundsätzlich aber auch über die Ernährung gedeckt werden.

Milchsäurebakterien sind in hoher Anzahl zum Beispiel in probiotischem Joghurt, Sauerkraut und Brottrunk enthalten. In einigen Fällen ist neben einer Behandlung mit Antipilzmitteln und einem anschließenden Darmfloraaufbau zusätzlich eine spezielle Candida Diät empfehlenswert. Ziel einer solchen Diät ist es dabei, den Hefepilzen ihre Nahrungsgrundlage zu entziehen. Der Nutzen der Candida Diät wird vor allem von Anhängern alternativer Heilmethoden befürwortet.

Aushungern der Hefepilze

Wenn Sie sich für ein sogenanntes Aushungern der Hefepilze entscheiden, sollten Sie für einen Zeitraum von mindestens vier bis sechs Wochen auf Zucker, Süßigkeiten, Alkohol und Weißmehlprodukte verzichten. Auch Fertigprodukte, Reis und Teigwaren sollten Sie im Rahmen einer Candida Diät nicht verzehren. Aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts sollten Sie auch Obst von Ihrem Speiseplan streichen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie Ihren Körper dennoch ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Unter Umständen kann hier auch die Einnahme von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein, um einem Vitaminmangel vorzubeugen.

Bedenkenlos zugreifen können Sie während der Diät bei Mineralwasser, Gemüsesäften und Tee. Auch Milch und Milchprodukte sollten Sie regelmäßig zu sich nehmen. Joghurt, Kefir und Buttermilch wirken sich wegen der enthaltenden lebenden Milchsäurebakterien besonders positiv auf die Darmflora aus. Vollkornbrot, Kartoffelprodukte und Fleisch versorgen Ihren Körper während der Diät mit Energie. Auf Wurst sollten Sie hier jedoch verzichten.

Pilzinfektionen langfristig loswerden

Langfristige Erfolge erzielen Sie bei der Behandlung einer Pilzinfektion nur dann, wenn Sie nach dem Abschluss Ihrer Diät nicht wieder zu alten Ernährungsgewohnheiten zurückkehren. Ziel sollte vielmehr die konsequente Umstellung auf eine vollwertige Ernährung sein. Fettiges Fast Food und Fertigprodukte sollten Sie dauerhaft von Ihrem Speiseplan streichen. Eine gesunde Ernährung mit ballaststoffreichen Vollkornprodukten und viel Salat und Gemüse stärkt hingegen das Immunsystem und beugt so dem Ausbruch von Pilzinfektionen vor.

Pilzinfektionen heilen

Pilzinfektionen loswerden